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Die kommenden drei Wochen, bis 24.10.2006, wird der VORLESER auf folgendem Blog gepostet. Bitte hier weiterlesen:

 

 

 

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Alter und Ihre Vergangenheit spielen im Hinblick auf Ihre Transformation eine recht geringe Rolle. Das mag Sie vielleicht erstaunen, weil Sie auf Dinge stolz sind oder für anderes Schuld empfinden. Tatsächlich sind diese Dinge aber vergangen und sie bilden lediglich die Disposition, von der Sie losgehen. Im schlimmsten Falle können Sie sich selbst kaum noch in die Augen sehen, aus welchem Grund auch immer. Aber auch im Extremfall ist niemandem und vor allem Ihnen selbst nicht damit geholfen, dass Sie in Trauer, Reue oder Selbstbefleckung verharren. Wenn Sie genau beobachten, wenn Sie in sich hineinhören, werden Ihnen die Antworten auf Ihre Fragen zufallen und Sie erfahren aus sich selbst, was für Sie „richtig Handeln“ beinhaltet. Alles was Sie benötigen, ist bereits in Ihnen angelegt und wartet nur darauf, erkannt und entwickelt zu werden. Also tun Sie es ab heute aufmerksam und konzentrieren sich auf die jeweilige Situation, anstatt sich über Ihre Verfehlungen und Versäumnisse der Vergangenheit zu grämen, so erleichtern Sie das was kommt, das können Sie schließlich noch beeinflussen.

 

 

 

Beim ersten Lesen könnte es nun sein, dass Sie schon an dieser Stelle die Menge der Ratschläge förmlich erschlägt und Sie den Eindruck gewinnen, Lichtjahre entfernt zu sein. Setzen Sie sich nicht unter Druck, alles auf einmal verändern zu müssen, sondern beginnen Sie da, wo Sie überzeugt sind und betrachten Sie, was Sie momentan nicht einsehen oder verwirklichen können als Chance für Ihre spätere Entwicklung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Wiedererlangen der Körperbeherrschung

 

 

 

Rufen Sie sich folgendes in Erinnerung: Ihr Körper kann ganz gesund sein. Haben Sie sich mit Ihren kleinen Krankheiten arrangiert oder wissen Sie, wie es sich anfühlt ganz gesund zu sein? Den ersten Schritt, den wir mit Ihnen nehmen wollen, ist die Erreichung eines gesunden Körpers. Das bedeutet zum einen, die Abwesenheit von Krankheiten und Schwächen, zum anderen aber, dass sich Ihr körperliches Befinden mit den Worten energiegeladen, prall, angefüllt und vital beschreiben lässt. Sie sollen zu jugendlicher Spannkraft zurückfinden. Sie sollen sich in Ihrem Körper absolut wohl fühlen. Sie werden aus einem Gefühl der andauernden Müdigkeit heraustreten. Die körperliche Schlaffheit kann mehrere Gründe haben, die wir in diesem Kapitel alle besprechen werden.

 

 

 

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2.10.06 11:47, kommentieren

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Wir möchten nicht unter den Tisch kehren, dass es eine Menge Probleme gibt, die mit Sexualität zu tun haben, sondern wir wollen, dass Sie durch den Umgang mit unseren Ratschlägen Ihre Sexualität von den Dingen entkoppeln, die nicht mit ihr zu tun haben. Wie bei anderen Problemen auch, sollten Sie, wenn Sie trotz deutlicher Bemühung über bestimmte Punkte in Ihrer Entwicklung nicht hinauskommen, professionellen Rat hinzuziehen. Das kann ein Heilpraktiker, ein Psychotherapeut oder ein Masseur sein.
 
Die Technik der Zeitlupenbetrachtung einer Verhaltenswiese wie wir Sie Ihnen im Kapitel über Ernährung vorgestellt haben, kann Ihnen auch beim Umgang mit Ihrer Sexualität behilflich sein. Wir werden später über die Ritualisierung von Verhaltensweisen und die Loslösung aus unerwünschten Verhaltensmustern noch mehr erfahren. Unser dringender Rat beim Umgang mit Sexualität ist, sich nicht zu sehr zu bekümmern, an was es Ihnen mangelt, sondern zu lieben und zu leben, was Ihnen möglich ist, ohne in gefühllosen Konsum oder haltlose Gier zu verfallen. Entspannen Sie sich, und im Bezug auf den Sex ist es da am besten, allen detaillierten Ratgebern zu trotzen und nicht zu meinen, irgendeine Leistung erbringen zu wollen.
 
In ihrem Ursprung sind die Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher Sexualität nicht so groß wie im allgemeinen angenommen wird. Die anatomischen Unterschiede relativieren sich, sobald man erkennt, dass beide Geschlechter über eine ganz ähnliche Struktur der Reflexzonen verfügen. Es gibt eine biologische Determinierung von Mann und Frau, doch viel größer sind die erlernten Festlegungen, die im Prozess unserer menschlichen Zivilisierung  entstanden sind und von Generation auf Generation übertragen wurden. Was im Ursprung genetische Notwendigkeit und was gelerntes Rollenmuster ist, lässt sich heute nur noch schwer auseinander halten. Wir sehen aber im Prozess der weiblichen Emanzipation, dass die Unterschiede geringer werden und Eigenschaften, die als männlich oder weiblich gelten, immer mehr in beiden Geschlechtern vertreten sind.
 
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25.10.06 11:17, kommentieren

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Obwohl man heute so einiges über Liebestechniken hört, ist die Tatsache, dass man mit einem Übermaß an Sexualität auch Schaden anrichten kann, gemeinhin weniger bekannt. Sie können einen Eindruck davon bekommen, wenn Sie beobachten, was mit Ihrem Körper als Reaktion auf intensivere Sexualität geschieht. Beobachten Sie, ob beispielsweise Ihre Haut trockener wird, wie fühlen sich Ihre Gelenke und Ihr Rücken an, sind Sie müde? Was macht Ihr Glücksempfinden? Zwischen der Intensität Ihres Sexuallebens und Ihrer Vitalität und Konzentrationsfähigkeit besteht ein Zusammenhang. Leider kann man nicht sagen, wenig ist besser als viel oder beiläufig ist besser als intensiv. Es ist zum einen eine Frage der Individualität, zum anderen ist das Wie von entscheidendem Einfluss. Als Anhaltspunkt können wir aber auf jeden Fall wiederholen, dass Sie mit weniger auch weniger Schaden anrichten können und mehr und zuviel über einen längeren Zeitraum schwächt deutlich die Körper- und Geisteskraft. Auch ein sexueller Umgang, der zu sehr die genitale Stimulation in den Vordergrund rückt, ermüdet Geist und Körper bei zu großer Häufigkeit und fördert Krankheiten.

 

 

 

Ihr körperliches Erleben sollte deshalb über Ihr sexuelles Ritual hinausreichen. Generell sollten Sie versuchen, eine Idee von Enthaltsamkeit in Ihrem Bewusstsein zu verankern. Der heute medial verbreitete Tenor möglichst häufig und intensiv Sex zu haben ist schlichtweg falsch. Lassen Sie sich von drittklassigen Sendungen nicht auf falsche Fährten locken, sondern nehmen Sie solche Ausstrahlungen eher als Anlass, den Fernseher ganz wegzuräumen. Lernen Sie, Ihre sexuelle Reizung zu reduzieren, indem Sie sich von sexuellen Stimulationen und Tagträumen fernhalten, und geben Sie Ihrem sexuellen Begehren nicht automatisch nach. Sie können lernen, den sexuellen Reiz mit einer anderen Körpererfahrung zu verbinden, machen Sie einen Spaziergang, treiben Sie Sport oder gehen in die Sauna. Es ist eine Frage der Konzentration.

 

 

 

Die Sexualität des Menschen ist ein Grundtrieb wie etwa das Grundbedürfnis nach Nahrung auch. Die Lust an der Sexualität hat in der Natur die Aufgabe, die Fortpflanzung möglichst häufig zu vollziehen, um die Arterhaltung zu sichern. Die menschliche Abspaltung der Sexualität von ihrer Fortpflanzungsfunktion und die fortpflanzungsunabhängige Übersteigerung durch industrielle Gewinnerwägungen führt wie oben ausgeführt zu einer Irritation des Individuums aus dem gesunden Maß. Das könnte man als das gesellschaftliche wie auch individuelle Risiko der Degeneration bezeichnen. Im Vergleich zur Nahrungsaufnahme bietet die Sexualität die Chance der Enthaltsamkeit, weil durch die Abstinenz kein körperlicher Mangel oder Schaden entsteht. Welche Rolle die Zurücknahme der Sexualität im Leben haben kann, lässt sich erst nach eigenem Experimentieren entscheiden. Um zunächst Kontrolle über eine Gewohnheit zu erhalten, ist wiederum das genaue Beobachten und gegebenenfalls die Dokumentation des eigenen Verhaltens sinnvoll.

 

 

 

 

 

 

 

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26.10.06 12:04, kommentieren

Sexualität


>> Wie leben Sie Ihre Sexualität, womit sind Sie unzufrieden

>>  Fühlen Sie sich unterfordert oder überreizt?

>> Sind Sie in Ihrer Sexualität ehrlich, authentisch und zufrieden?
 
Wenn Sie einen einigermaßen deutlichen Eindruck Ihres Sexualverhaltens haben, können Sie beginnen, die Richtung zu ändern, um etwas zu erfahren. Als ersten Versuch raten wir Ihnen eine Phase der Enthaltsamkeit zu studieren. Enthalten Sie sich vier, sechs oder acht Wochen lang jeder Sexualität. Zur Selbsterkenntnis bietet die Sexualität einen guten Rahmen, denn Sie können deutlich wahrnehmen, was der Prozess der Zurückhaltung in Ihnen auslöst. Aus dem Blickwinkel der Transformation ist das besondere an der Sexualität, dass Sie hier das Prinzip des dritten Schrittes, der Änderung einer Gewohnheit, sehr deutlich erfahren können. Es wird nach einer Weile ein Drängen über Sie kommen, das sich in Hitze, Ungeduld oder Unruhe zeigt. Diese Erfahrung kann man als Schmerz interpretieren und die Chance der Erfahrung und Entwicklung besteht darin, den Schmerz zu durchschreiten. Die Hitze deutlich wahrzunehmen und zu erfahren, was hinter dem Drängen Ihres Verlangens geschieht. Wenn die Abstinenz von Sexualität überhaupt keine Reaktion in Ihnen hervorruft, sind Sie in Ihrem Körperumgang blockiert. Das wird sich durch die Öffnung Ihrer Person durch unsere Übungen ändern.
 
Eine weitere Körpererfahrung mit Sexualität, ist das Aussetzen des Höhepunktes zu erleben. Die Übung besteht kurz gesagt darin, den sexuellen Akt bewusster wählbar zu machen, indem man ihn unterbricht. Die vermeintliche Reduktion dieses Vorgehens ist tatsächlich eine Weitung, was Sie bemerken werden, wenn Sie Ihr Gesamtbefinden bei dieser Zurücknahme beobachten. Sie sind heute vermutlich daran gewöhnt, einen sexuellen Akt mehr oder minder schnell nach einer eingespielten Dramaturgie zu vollziehen. Das Neue ist nun, die Dramaturgie zu ändern und die Katharsis nicht im Höhepunkt zu sehen, sondern weiter vorne in der Mitte. Sie vollziehen den Geschlechtsakt also nur bis zu dem Punkt, an dem Sie sich leicht erregt fühlen und hören dann auf. Sie werden erleben, dass Sie vor dem Höhepunkt sehr aufgeweckt sind und durch diese Art des Sexuallebens eine viel höhere Lebendigkeit erlangen. Ihr Körper behält seine Energie und Sie werden Ihrem Sexualpartner wesentlich zugewandter sein. Es ist bei dieser Art der Sexualität allerdings auch darauf zu achten, dass die Erregungsphase einen  nicht zu langen Zeitraum einnimmt, weil sonst eine körperliche wie sinnliche Überreizung die Folge ist. Dieses Erleben ist für Frauen und für Männer das gleiche. Wobei man erwähnen muss, dass viele Frauen wohl froh sind, wenn sie mit Ihrem Partner zum Höhepunkt gelangen. Wenn der Orgasmus in der Partnerschaft eine „Problemzone“ ist, müssen Sie sich erst diesem Feld zuwenden, um in Ihre Orgasmusfähigkeit Vertrauen zu gewinnen. Erst aus diesem Selbstbewusstsein heraus ist es sinnvoll mit dem Höhepunkt zu experimentieren.
 
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27.10.06 10:34, kommentieren

Sexualität

 

 

Gehen Sie langsam vor. Es geht nicht darum, irgendetwas zu erreichen, beobachten Sie. Was hier in wenigen Sätzen beschrieben ist, bedarf einiger Übung, um umgesetzt zu werden. Was aber hinter dem Erlernen diese Selbstbeherrschung liegt, steht in einer sehr guten Relation zum Aufwand. Der richtige Umgang mit Sexualität hat einen merkbaren Einfluss auf Ihr Wohlbefinden und eine Verfeinerung dieser Haltung ist auch geeignet Heilungs- und Transformationsprozesse von Körper und Geist zu katalysieren. Allerdings ist deutlich zu betonen, dass die Formen der Heilung und Transformation durch Sexualität ein dünnes Eis sind, auf dem man wandelt. Denn allzu leicht gerät die Libido außer Kontrolle und nicht die Heilung, sondern die Verschlimmerung des Leidens ist die Folge.

 

 

 

Das Prinzip, das sich hinter dem Umgang mit Sexualität verbirgt, unterscheidet sich nicht vom Erlernen neuer Bewegungs- oder Ernährungsrituale, es geht wieder darum durch Beobachtung und Erkenntnis die Beherrschung über sich zu erlangen, um dann bewusst wählen zu können und frei zu entscheiden. Was die Sexualität unter Umständen in eine zentralere Rolle gegenüber den anderen Körperthemen erhebt, ist die Stärke ihres Triebes. Das ist aber individuell verschieden. Durch die Enthaltsamkeit kann man einen treffenderen Start in den weiteren Weg finden. Natürlich ist die Frage, ob Sie sich das zutrauen, aber gerade durch sexuelle Enthaltsamkeit schaffen Sie den Resonanzraum in sich, der den daraufhin angeschlagenen Saiten Ihrer anderen Übungen einen volleren Klang verleiht.

 

 

 

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30.10.06 09:21, kommentieren

Atmung

 

Kleine Atemschule

 
Dass wir uns im Rahmen der Körperbeherrschung auch unserer Atmung zuwenden, mag Sie zunächst erstaunen. Einerseits ist es tatsächlich überraschend, weil doch die Atmung eine Körperfunktion ist, die von selbst abläuft und die man nicht willentlich steuern muss. Andererseits unterliegt auch unsere Atmung den ungünstigen Außeneinflüssen und unseren degenerierten Verhaltensweisen. Denken Sie nur an die Luft in einer Stadt oder Zigarettenrauchen, aber auch eine schlechte Körperhaltung und fehlende Bewegung wirken sich schlecht auf unsere Art zu Atmen aus. Die Frische, die sie nach einem Spaziergang oder Waldlauf fühlen, ist auch auf die gesteigerte Sauerstoffversorgung zurückzuführen, obwohl  der Effekt gleichsam nebenbei auftritt. Durch die Atemübungen erlernen wir, die Sauerstoffversorgung des Körpers willentlich und unmittelbar zu erhöhen, was unsere Gesamtkonstitution deutlich verbessert.
 
Grundsätzlich versorgt das Atmen unseren Körper mit ausreichend Sauerstoff. Wenn aber aufgrund schlechter Luft oder wegen schwacher Muskulatur, falscher Sitzhaltung oder anhaltender psychischer Belastung nicht genügend Sauerstoff in unsere Lungen gelangt, ist unser Körper ständig unterversorgt, was negative Auswirkungen auf das momentane Wohlbefinden hat und längerfristig zu körperlichen Problemen führen kann. So können beispielsweise Kopfschmerzen die direkte Folge falscher Atmung sein und durch bewusstes tiefes Atmen kuriert werden. Wir neigen alle dazu, zu flach zu atmen, deshalb kann der pauschale Rat sich um eine tiefe Atmung zu bemühen an dieser Stelle nicht schaden. Sehen Sie die nachfolgenden drei Übungen wie ein Ernähren des Körpers mit Sauerstoff und allem was in der Luft Gutes enthalten ist.
 
Eine erste Übung, um ein Gefühl für die Notwendigkeit des Atmens zu erfahren ist das Luftanhalten. Legen Sie sich flach auf den Rücken, füllen Sie Ihre Lungen mit Luft und halten Sie den Atem an. Beobachten Sie, Ihre Körperwahrnehmungen und Ihre Gedanken im Verlauf des Sauerstoffentzugs. Diese einfache Übung sollten Sie beibehalten und versuchen, Ihre Atempause zu verlängern, um damit Ihre Lunge zu trainieren. Gehen Sie aber langsam vor und üben Sie wie immer regelmäßig. Nachdem Sie die Luft angehalten haben, lassen Sie los, und beobachten Sie eine Weile wie der Atem ein- und ausfließt, ohne ihn zu regulieren. Wenn Sie mit dieser Übung experimentieren, dann drehen Sie die Richtung einmal um indem Sie die Luft anhalten, nachdem sie tief ausgeatmet haben.
 

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31.10.06 10:46, kommentieren