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Atmung

Die Mechanik der Atmung wird vom Zwerchfell besorgt, es dehnt sich beim Einamten nach unten aus und saugt so die Atemluft in die Lunge. Dieser natürliche Vorgang wird vom Körper durch einen mehr oder minder starken Beitrag des Brustkorbs und des Bauchs unterstützt. Darauf zielt der zweite Teil der Atemschule. Zunächst wenden wir uns der Bauchatmung zu. Setzen Sie sich auf einen Stuhl oder wenn es Ihnen angenehm ist, einfach bequem auf den Boden. Und nun atmen Sie ein und aus. Das ist einfach, nicht wahr? Wenn Sie es so machen, dass die Übung den Namen Bauchatmung verdient, dehnt sich beim Einatmen der Bauch unterhalb des Nabels voll aus, während er sich beim Ausatmen so weit es geht nach innen zieht, um das Zwerchfell maximal zu heben und die alte Luft aus den Lungen zu befördern. Es sollte aber keinesfalls zu allzu starker Bauchmuskelspannung kommen, vielmehr soll das Zwerchfell nur unterstützt werden, seine natürlich nach oben gewölbte Position beim Ausatmen wieder einzunehmen. Zunächst also achten Sie auf die Ausdehnung des Bauchs nach vorne, es hat etwas von Loslassen. Nach einigen Atemzügen sollten Sie beim Einatmen auch auf eine ordentliche Dehnung Ihrer Flanken achten, dies vertieft den Atemzug noch. Der Atem soll dabei leicht und regelmäßig ein- und ausgehen. Die Haltung bei der gesamten Übung ist aufrecht und der Oberkörper bewegt sich nicht, lediglich der Bauch besorgt den tiefen Atem. Sie sollten sich an diese Art des Atmens generell gewöhnen und es als Übung in reiner Luft mehrmals am Tag durchführen. Das macht Sie frischer und geistesgegenwärtiger. Was die Menge der Atemzüge angeht, folgen Sie Ihrem Empfinden oder der Zahl neun oder neun mal neun.

 

 

 

Der andere Part dieser zweiten Übung besteht darin, den ersten umzukehren und daraus bezieht dieser Teil auch seinen Namen: Umkehratmung. Atmen Sie langsam ein und ziehen den Bauch dabei allmählich nach oben. Wenn Sie es richtig machen, spüren Sie einen angenehmen Druck im Bereich des Beckenbodens (Geschlecht und Darmausgang). Atmen Sie einige Male so und dann forcieren sie es, indem Sie die Beckenbodenmuskulatur zusätzlich gegen Ende jeder Einatmung für einen Moment anspannen. Das verstärkt nicht nur die Umkehratmung, sondern dient als Muskelübung auch der Stärkung dieses Bereiches (eine starke Beckenbodenmuskulatur ist segensreich für Ihr Sexualleben).

 

 

 

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1.11.06 13:43, kommentieren

Alte Gewohnheiten


Die neuen Rituale nehmen in Ihrem Leben, einen gewissen Raum ein, der sich vielleicht zunächst nicht recht zeigen will. Was wir unter dem Stichwort Gewohnheiten schon öfters erwähnten, findet auch hier seine Berechtigung: Tauschen  Sie ein altes Ritual gegen ein neues aus. Beispielsweise können Raucher den Konsum einer Zigarette durch die Übung neun mal neun Atemzüge ersetzen. Auch dem Kaffeetrinken kann man mit einer gezielten Atemübung zu Leibe rücken. Das Atmen wirkt ebenso belebend und ist es auch tatsächlich, während uns Koffein diese Lebendigkeit ja nur vormacht und wir sie an andere Stelle mit Müdigkeit bezahlen. Das kostet zunächst wohl etwas Beherrschung, wird aber auch zur Gewohnheit und von Ihren sämtlichen Kontrollinstanzen irgendwann nicht mehr zensiert und läuft geschmeidig ab. Wir möchten hier keine Feindbilder oder gar Feindseligkeiten gegen bestimmte Gewohnheitsgruppen aufbauen, die Beispiele lassen sich auf alle Gewohnheiten ausdehnen, die uns wenig förderlich oder gar destruktiv erscheinen. Ihrer Lebensfreude fehlt im Zweifelsfalle nicht mehr als der rechte Atem, so einfach kann es sein.
 
Die dritte Übung ist kraftvoller und dient ganz besonders der Reinigung der Lunge. Sie atmen passiv durch die Nase ein und dann aktiv durch die Nase wieder aus. Aktiv meint dabei, dass das Ausatmen schneller und willentlicher als das Einatmen geschieht, bei dem die Luft eigentlich nur automatisch in die Lungen zurückfließt, nachdem sie kräftig ausgestoßen wurde. Die Ausatmung ist zu hören, die Einatmung dagegen nicht. Der Bauch bewegt sich bei dieser Übung wie ein Blasebalg mit der gleichen Ausdehnung ein und aus. Sie können es kontrollieren, in dem Sie die flache Hand vor den ausgedehnten Bauch halten und darauf achten, dass der Bauch sich bei jeder Ausatmung immer wieder bis zu diesem Punkt dehnt. Auch diese Übung folgt der 81 nach dem Muster neun, siebenundzwanzig oder dreimal siebenundzwanzig. Es kann Ihnen in den ersten Tagen der Übung schwindlig oder übel werden, bauen Sie also langsam auf.
 
Abschließend legen wir Ihnen die Nasenhygiene dringend ans Herz. Bekanntermaßen ist das Atmen durch den Mund der Gesundheit abträglich. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass auch Nase und Nasengänge gereinigt werden wollen, um ihre Funktion gut zu erfüllen. Dabei ist es durchaus normal, dass Sie durch ein Nasenloch besser Luft einatmen können als durch das andere und auch, dass es immer ein anderes Nasenloch ist, das besser atmet, es also wechselt. Man kann die Nase täglich auf zweierlei Weise reinigen. Zuerst durch Spülen mit lauwarmem Wasser, das nach Wunsch auch etwas gesalzen sein kann, um es der Körperflüssigkeit anzupassen. Danach legen Sie sich hin und träufeln drei bis vier Tropfen Sesamöl in jedes Nasenloch und kippen den Kopf für etwa fünf Minuten sanft in den Nacken, sodass das Öl seinen Weg in die Nasenhöhlen findet. Bei regelmäßiger Anwendung bekommen Sie viel besser Luft und werden resistenter gegen Erkältungen.
 
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„Der ganze Mensch will vom Atem durchdrungen sein“, mag Ihnen eine Idee davon geben, wie wir uns das Atmen zum optimalen Wohlbefinden nützlich machen wollen. Der Mensch bildet eine Einheit. Nahrungsaufnahme, Bewegung, Sexualität und Atmung haben wir einzeln besprochen. Im Leben bedingt jedes einzelne auch das andere. Wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen, ist Bewegung förderlich, aber nicht hinreichend, wenn Sie weiterhin zuckerabhängig sind. Wenn Sie Ihre Sexualität zu sehr betonen, werden Sie müde in den Beinen und verlieren von der Kraft, die Sie für Ihr Ausdauertraining benötigen. Wenn Sie vorm Fernseher sitzen und Bier trinken, werden Sie träge, atmen flach und haben keine Lust auf gesunde Nahrungsmittel. Das eine bedingt das andere und die Beherrschung einer schlechten Gewohnheit ist ein guter Start. Das Ziel besteht darin, alle schlechten Gewohnheiten zu beherrschen, um den Körper als vital und gespannt zu erleben. Ein gespannter Körper ist lebendig und neugierig, und Einheit bedeutet, dass auch ihr Denken, als ein Teil des Menschseins gesund und gespannt ist. Gesunde Gedanken entspringen einem gesunden Körper, deshalb ist eine gute körperliche Konstitution eine gute Basis, um zu geistiger Balance und Tiefe zu gelangen.
 

2.11.06 10:36, kommentieren

Atmung

„Der ganze Mensch will vom Atem durchdrungen sein“, mag Ihnen eine Idee davon geben, wie wir uns das Atmen zum optimalen Wohlbefinden nützlich machen wollen. Der Mensch bildet eine Einheit. Nahrungsaufnahme, Bewegung, Sexualität und Atmung haben wir einzeln besprochen. Im Leben bedingt jedes einzelne auch das andere. Wenn Sie Ihr Gewicht reduzieren wollen, ist Bewegung förderlich, aber nicht hinreichend, wenn Sie weiterhin zuckerabhängig sind. Wenn Sie Ihre Sexualität zu sehr betonen, werden Sie müde in den Beinen und verlieren von der Kraft, die Sie für Ihr Ausdauertraining benötigen. Wenn Sie vorm Fernseher sitzen und Bier trinken, werden Sie träge, atmen flach und haben keine Lust auf gesunde Nahrungsmittel. Das eine bedingt das andere und die Beherrschung einer schlechten Gewohnheit ist ein guter Start. Das Ziel besteht darin, alle schlechten Gewohnheiten zu beherrschen, um den Körper als vital und gespannt zu erleben. Ein gespannter Körper ist lebendig und neugierig, und Einheit bedeutet, dass auch ihr Denken, als ein Teil des Menschseins gesund und gespannt ist. Gesunde Gedanken entspringen einem gesunden Körper, deshalb ist eine gute körperliche Konstitution eine gute Basis, um zu geistiger Balance und Tiefe zu gelangen.

 

Die Klärung unserer Gedanken

 
Die Möglichkeit des Menschen durch Denken immer weiter in die Struktur und Zusammenhänge der Dinge einzudringen ist faszinierend und nahezu unerschöpflich. Ihr Gehirn ist ein beeindruckendes Gebilde, mit dem Sie sehr schnell viele Situationen und Vorstellungen durchschreiten können. Die Menschen Ihrer Umgebung, die Ereignisse Ihres Lebens, Ihre Ängste und Wünsche. All das sind Sie in der Lage in Ihrem Hauptspeicher abzurufen und durchzuspielen.

Im Sinne wirklicher persönlicher Emanzipation sollte man natürlich die Wahl haben, was man denkt oder auch nicht denkt. Wie tief das Denken auch in die Struktur der Welt eindringt und wie angefüllt das Gehirn mit Wissen sein mag, der Mensch wird allein über die Zerfaserung und immer weitere Aufspaltung der Dinge nicht zu einem Zustand gelangen, den er als transzendiert und glücklich findet. Das geistige Zergliedern der Welt kann die menschliche Einheit nicht bewirken. Die Gefahr hingegen, sich im Gestrüpp von Fakten, Wünschen und Gedanken zu verirren ist groß. Die Betrachtung der Welt in immer kleineren Zusammenhängen, wie sie die Wissenschaft betreibt, vervielfacht den menschlichen Komfort und  die Möglichkeiten des Konsums, aber ist nur der vermeintliche Schlüssel zum Glücklichsein. Denn im gleichen Masse vermehrt sie auch das menschliche Leiden durch das Wachstum der Hoffnungen, der unerfüllten Wünsche und Illusionen.


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3.11.06 09:23, kommentieren

Gedankenklärung

Durch die Übungen zur Gedankenklärung erhöhen Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit und ergänzend zum Erreichen eines vitalen und gesunden Körpers, ist dies die Voraussetzung, in den geistigen Zustand hoher Gegenwärtigkeit und Wachheit zu gelangen. Sie werden lebendiger sein, ganz da, wo Sie gerade sind, nehmen wahr und empfinden ganz unmittelbar, was passiert. Sie sind freier von dem was Ihre Vergangenheit war, sorgloser mit dem was Ihre Zukunft wird und eben freudiger gespannt in dem was Ihre Gegenwart ist.
 
Das ist schon die komplette Anleitung!
Und würden Sie die Schritte beobachten, erkennen und wählen Ihrer Gedanken konsequent befolgen können, wären Sie schnell am Ziel. Tatsächlich aber geht es gar nicht darum, zum Ziel zu gelangen, sondern sich auf dem Weg dorthin ganz und wohl zu fühlen. Sie sehen schon, wir sammeln Paradoxe: Sie verfolgen ein Ziel, wollen aber tatsächlich nur den guten Weg dorthin gehen. Bedenken Sie dabei Folgendes: Es gibt einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen dem Wissen des Weges und dem tatsächlichen Beschreiten dessen, - dies gilt ganz besonders für die Erreichung von Gedankendisziplin und dem Erlernen reiner Konzentration. Was wir Ihnen jetzt beschreiben werden, ist recht schnell verstanden, es aber zu verwirklichen, bedarf einiger Ausdauer. Fangen Sie heute an und hören Sie nicht mehr auf sich zu üben.
 
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6.11.06 10:55, kommentieren

Gedankenklärung

Den Denkprozess beobachten

 
Die Welt gelangt in unser Denken wie sie auch unserem Denken entspringt. Machen wir uns eine Vorstellung vom Denken. Es ist alles, was unser Gehirn passiert, seien es Bilder, Rechenaufgaben, Organisationsanforderungen, die gedanklichen Reaktionen auf gehörte Signale oder taktile. Alles wird verarbeitet, direkt benutzt, projiziert, mit anderen Informationen kombiniert oder einfach abgespeichert und gelagert. Ihre Gedanken sind von Ihren Wahrnehmungen und auch von Ihrer Gefühlswelt beeinflusst und resultieren sogar teils ganz unmittelbar aus diesen beiden. Die Betrachtung dieser Vorgänge in einem Moment ist unser Bewusstsein, als Abfolge ist es die Vorstellung von Zeit. Das Gehirn aus dieser Perspektive nicht mehr als der Projektionsapparat unserer individuellen Welt, das Leben die Summe aller Gedanken und final das Gehirn nur die Lagerstätte aller Erlebnisse und Gedanken bis zum Ende. Allein diesen Fatalismus zu betrachten, ist recht nutzlos. Mitunter empfinden Sie es aber vielleicht als wünschenswert, den Ballast Ihrer Gedanken einfach mal von sich zu werfen und eine Zeit ohne Erfahrungen und Erinnerungen zu sein und vielleicht sogar ohne Gedanken. Denn einiges von dem, was Sie erfahren und gelernt haben, würden Sie vermutlich auch gerne hinter sich lassen, anderes was sie sahen und Ihnen widerfahren ist, einfach vergessen.
 
Um aber nun Ihren Denkprozess überhaupt zur Disposition stellen zu können, ist es notwendig, dass Sie sich in Ihrer eigenen ganz speziellen Gedankenwelt auskennen und lernen, den Ablauf Ihrer Gedanken zu beherrschen. So ist der nächste Schritt, den wir mit Ihnen gehen wollen, die Betrachtung  und die Zügelung Ihrer Gedanken. Das sind die ersten zwei Punkte, nämlich zu lernen, auf die eigenen Gedanken zu achten und sie dann im Zaum zu halten.  Ist dies erlernt und eingeübt, können wir unsere Gedanken bewusster aussuchen, also wählen, womit sich unser Kopf beschäftigt, es gezielt und aufmerksam tun und es bewusst beenden. Es ist tatsächlich so, dass Sie ebenso wie sie Ihre Muskeln zu neuer Spannung trainieren, durch Übung auch Ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern können. Das ist das erste Ziel  der Übung unserer Gedanken und stellen Sie sich die heilsame und beruhigende Erfahrung vor, eine Zeit ganz ohne Gedanken zu sein.
 
Zuerst sollten Sie sich klar machen, was den jeweiligen Denkprozess auslöst. Ist es ein stimuliertes Denken, das durch eine Wahrnehmung in Gang gesetzt und eventuell auch aufrecht erhalten wird, wie es beim Lesen oder Fernsehen stattfindet? Ist es ein aktives Nachdenken, wie beim Überlegen oder diskutieren, das Sie sich ausgewählt haben? Oder ist es Tag- oder Nachtträumen, das unmittelbar unmotiviert abläuft? Wir handeln und denken oder wir nehmen wahr und denken oder wir denken und denken. Beobachten Sie diesen Unterschied.
 
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7.11.06 10:44, kommentieren

Gedankenklärung

Beginnen Sie zunächst, den Verlauf Ihrer Gedanken einige Minuten genau zu verfolgen. Setzen oder legen Sie sich hin, ganz wie es Ihnen angemessen erscheint, um für diese Übung entspannt zu sein, aber nicht müde zu werden. Schließen Sie die Augen und betrachten Sie, was Sie denken. Was taucht vor Ihrem geistigen Auge auf? Etwas, das Sie noch erledigen müssen, etwas, das ein anderer Mensch zu Ihnen sagte, etwas, das Sie erreichen möchten oder Bilder die Sie heute gesehen haben. Lassen Sie was kommt einfach laufen und sehen Sie zu, solange es Ihnen angemessen erscheint. Lassen Sie nicht zu schnell locker, aber zwingen Sie sich auch nicht zu lange. Die Kunst liegt darin, der Konzentration jeden Tag ihre Übungszeit einzuräumen, um das Erlernte allmählich in den täglichen Ablauf des Lebens einfließen zu lassen. Also beginnen Sie mit dieser Gedankenbeobachtung ein paar Minuten jeden Tag und wenn die Freude daran wächst, wenn sich ein gutes Empfinden und Fließen während des Übens einstellt, weiten Sie die Zeit aus. Sie können sich zum Beispiel daran gewöhnen, einen Tag damit zu beginnen und zu beenden, indem Sie mit dieser Übung eine bewusste Klammer um den Tag setzen. Beim Üben führen am besten Entspanntheit und das Empfinden von Leichtigkeit Regie. Das gilt für diese Aufgabe wie für alle anderen, die wir Ihnen hier vorstellen: Zwingen Sie nichts, aber seien Sie auch nicht nachlässig. Zu zwingen, erzeugt nur Widerstände in Ihnen, die dem Fortschritt hinderlich sind. Besser ist zu versuchen, Gedanken zuzulassen und mit dem Wunsch zu beobachten, etwas zu erfahren. Eine gute Haltung ist die, die man beim Spielen einnimmt, haben Sie eine Vorstellung von dieser Art ungezielten Experimentierens?
 
Zu Beginn werden Ihre Gedanken vermutlich sehr dicht aufeinander folgen und sich sogar überlagern. Sie denken an sieben Sachen gleichzeitig, aber an nichts richtig. Das kommt jedoch keineswegs daher, dass Sie Ihre Gedanken beobachten, sondern es ist der Spiegel Ihres gewöhnlichen Denkprozesses, der Art also, wie Ihre Gedanken für gewöhnlich ablaufen. Es ist natürlich keineswegs hinderlich, diese Beobachtung während einer alltäglichen Situation vorzunehmen, es hilft Ihnen, Ihre Gedankenwelt allmählich auszuloten. Sie bestimmen durch Ihren Lebenswandel, durch die Menschen auf die Sie treffen, durch das, was Sie reden und tun die Art Ihrer Gedanken. Ihre Gedanken sind teils das Produkt Ihrer Wahrnehmungen und Handlungen, wobei natürlich meist auch die Handlungen Folge von Gedanken sind. Dies ist auf den ersten Blick leidlich banal, doch sollten Sie erkennen, was Unruhe in Ihnen aufkeimen lässt und was eher zu innerer Ausgeglichenheit führt. Versuchen Sie zu durchschauen, wie der Input an Wahrnehmungen, Handlungen und Gedanken mit dem Output an neuen Gedanken zusammenhängt.
 
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8.11.06 10:55, kommentieren

Gedankenklärung simplify

So wie Sie sich Ihre Handlungsgewohnheiten über Jahre zugelegt haben, so auch Ihre Art zu denken. Besonders bei der Schulung der Denkweise sind Geduld und ein gewisses Maß an Disziplin erforderlich. Wenn Sie einige Wochen mit dem Beobachten der Gedanken verbracht haben, wird vermutlich eine Verlangsamung im Fluss Ihres Denkens eintreten. Ein Gedanke folgt merkbarer auf den anderen und zwischen den Gedanken in Ihren Übungen können Sie ab und zu eine Lücke wahrnehmen. Diese kleine Lücke zwischen zwei Gedanken ist der erste Moment der Gedankenfreiheit. Das Schwierige ist, dass Sie diesen Moment nur empfangen können, nicht ersehnen, denn sobald Sie ihn ersehnen und genau genommen, sobald Sie ihn erkennen, denken Sie ja bereits wieder. Versuchen Sie also nicht, diesen Raum anzustreben, das führt zu nichts. Lassen Sie zu, was passiert, ohne etwas herbeizuwünschen. Für das Ausklingen, die Beruhigung der Gedanken ist es ohne Belang, ob es sich um angenehme oder unangenehme Gedanken handelt, denn sowohl die angenehmen wie die unangenehmen sollen zur Ruhe kommen, um die geistige Unruhe in Ihrem Kopf zu beenden. Gleichgültig also, ob es eine angenehme Trance ist, in der Sie dahinschwelgen oder eine Angst, die Sie forttreibt, die Gedanken sollen langsamer werden, dass Sie in der Lücke zwischen zwei Gedanken zur Ruhe finden.
 
Wenn Sie im Beobachten des Ab- und Zunehmens Ihrer Gedankenabfolge ein gewisses Talent erreicht haben, können Sie sich der Gedankenübung als nächste Stufe widmen. Sie betrachten vor Ihrem inneren Auge zunächst einen einfachen Weg, den Sie ganz gut kennen, wie zum Beispiel einen Weg den Sie gerne durch die Stadt oder die Natur laufen. Versuchen Sie diesen Weg vor Ihrem geistigen Auge zu gehen und alles genau zu sehen, sie betrachten Farben, Form und Besonderheiten dieses Spaziergangs. Sie können diese Übung an das Gedanken-beobachten anschließen oder es zu einem anderen Zeitpunkt machen. Fünf bis zehn Minuten sind zunächst völlig ausreichend. Wichtig ist nur, dass Sie lernen, Ihre Gedanken genau auf diesen Weg zu halten und von den Abschweifungen zurückzukehren bis Sie schließlich nicht mehr abschweifen und den Weg vor Ihrem Auge ohne Abschweifungen gehen können.
 
Dann und wirklich erst dann, vermutlich nach einigen Wochen, wenn Sie den Gedanken ohne Abschweifen auf dem Spaziergang halten können, kommt die nächste Übung. Hasten Sie aber nicht durch die Übungen, sondern gehen Sie langsam und sorgfältig in Ihrer Betrachtung vor. Wenn es Monate dauert, bedeutet das nicht, dass Sie dumm sind, sondern zeigt ganz einfach nur, wie wenig Sie daran gewöhnt sind, sich zu konzentrieren und was Sie durch Ihre unkonzentrierte Lebensweise alles versäumen.
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9.11.06 13:40, kommentieren