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Positives Denken Teil 3

Sie zweifeln zu Beginn Ihrer Transformation am Wert und der Möglichkeit Ihres Tuns und Ihrer Chancen? Wenn Sie zu sehr in Skepsis und Zweifel gefangen sind, drehen Sie diese unfruchtbare Gedankenkette um und wenden den Zweifel auf Ihre Haltung zu zweifeln an, so können Sie sich aus dem Übergewicht Ihrer Skepsis lösen. Mit fortschreitender Übung wird sich Ihre Zufriedenheit und Überzeugung stärker herausbilden und Sie spüren die Richtigkeit Ihres Vorgehens, ohne es sich jeden Morgen vorbeten zu müssen. Im Laufe Ihrer Praxis für Geist und Körper werden Sie heiter, das Schwere fällt von Ihnen ab und Sie gewinnen die Gewissheit, dass Ihr Leben in Ordnung ist. Sie müssen sich nicht einreden, der oder das werden zu wollen, das ist Blödsinn und verstrickt Sie nur noch weiter in die Muster, in denen Sie sich vermutlich ohnehin schon gefangen sind. Also üben Sie einfach, tun Sie die Dinge, an denen Ihnen etwas liegt, konstruktiv und beobachten, wie Ihre Klarheit sich allmählich enthüllt.
 
Das tiefere Verstehen der Tatsache, dass es in Ihrem Leben und in allen Dingen zwei Seiten gibt, diese beiden Seiten aber eins sind, liegt jenseits der verkrampften Fokussierung nur einer der beiden Seiten. Auch wenn Sie alles noch so positiv sehen und positive Wünsche mittels Affirmationen in Ihr Unterbewusstsein befördern, legen Sie nicht wirklich Ihre Angst vor negativen Ereignissen ab, die zweifelsohne weiterhin stattfinden; Sie umgehen nur die eigene Konfrontation damit und lügen sich glücklich. Bekanntlich haben ja gerade die vermeintlich negativen Ereignisse häufig eine nachhaltig positive Wirkung in späteren Zusammenhängen, auch wenn momentan deutliche Schmerzen entstehen. Wirkliche Befreiung und echte Heiterkeit werden Sie erlangen, wenn Sie beide Seiten geschehen lassen und betrachten.
 
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1.12.06 09:26, kommentieren

Die freie Wahl unserer Handlungen

Die freie Wahl unserer Handlungen

 
Man kann sich nicht richtig verhalten, wenn man nicht richtig denkt, man kann nicht richtig denken, wenn man sich nicht richtig verhält. Und für das richtige Denken ist die Körperbeherrschung sehr förderlich. Das ist die elementare Wahrheit dieses Weges. Die einzelnen Kapitel sind die Teilstücke eines Kreises, der erst geschlossen ist, wenn alle Teile zusammengefügt wurden. Dann befinden sich Körper, Geist und Handlung in einem ausbalancierten stabilen Zustand. So gesehen ist es einerseits gleichgültig, welche Etappe Ihrer Transformation Sie zuerst einüben. Andererseits ist jedes Kapitel ein Lernschritt, der auf dem vorhergehenden aufbaut, und alle Schritte zusammen ergeben den gewünschten Weg. Aus diesem Blickwinkel sind Körperbeherrschung und Gedankenklärung die ersten zwei Schritte, die Sie auf Ihrem Weg zu einem freien und heiteren Dasein gehen. Wenn Sie Ihren Körper beherrschen und klare Gedanken denken, sind Sie dem rechten Handeln schon soweit entgegengegangen, dass die richtige Verhaltensweise nur noch ein kleiner Schritt ist. Betrachten wir die Kapitel als die Elemente des Kreises, den Ihr verwirklichtes Sein umfasst, ist das Handeln das dritte Segment, das sich aus der Verwirklichung des richtigen Denkens und des rechten Körperumgangs als letztes Segment wie von selbst einfügt.
 
Nun sind dies beides Modelle, um Ihnen eine Vorstellung von Ziel und Weg Ihrer Übungen zu geben. Die statische Betrachtung eines Kreises ist sicher hilfreich, um den angestrebten Zustand in seiner Einheit zu erkennen, da aber alle drei Glieder Ihrer Transformation simultan nach Fortschritt streben, zeigt das Bild des Weges die Qualität des Ablaufs Ihrer Veränderung. Sie werden Ihre Körperbeherrschung, Ihre Gedankenklärung und Ihre gewünschte Verhaltensweise parallel Schritt für Schritt erreichen. Wir haben das menschliche Dasein willkürlich in drei Teile zerschnitten. Das war notwendig, um Erkenntnis zu erlangen, ist aber nicht hinreichend, um das wirkliche Leben zu beschreiben. Leben ist immer die Summe aller drei Teile und so passieren Körperzustände, Denkweisen und Verhalten immer zusammen und miteinander verzahnt. Eine Handlung hat immer alle drei Dimensionen, sie lässt sich so auch nur bei Betrachtung dieser Gesamtheit ganz verstehen. Die zweite Wahrheit besteht in der Tatsache, daß eine Verhaltensweise oftmals in eine andere überfließt und beide miteinander verkettet sind. So laufen ganze Verhaltenmuster in gleicher Weise wieder und immer wieder ab. Es kann also um einem unliebsamen Ritual Herr zu werden durchaus nötig sein, den gesamten Wirkungskreis der Handlungsweise zu betrachten, um ihn zu verstehen. Für die Erkenntnis der eigenen Rituale ist das Aufschreiben ein unerlässliches Hilfsmittel. Schreiben Sie auf, was Ihnen über Ihre unerwünschten Verhaltensweisen einfällt, fassen Sie es zusammen und betrachten es. Wir stehen Ihnen in den folgenden Abschnitten mit vertiefenden Fragen zur Seite.
 
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1 Kommentar 4.12.06 09:37, kommentieren

Persönliche Freiheit

Der direkte Weg als Metapher Ihrer Transformation, trifft schließlich den Nagel auch nicht völlig auf den Kopf, denn das Vorangehen wird nicht immer gradlinig verlaufen und vermutlich auch nicht kontinuierlich. Rechnen Sie zum einen damit, dass Sie etwas einüben, es nach den neuen Erkenntnissen, die Sie im Verlaufe der Übungen über sich gewinnen, dann noch mal verändern wollen. Zum anderen erwarten Sie das Stocken Ihrer Entwicklung gleichmütig, voranzukommen gehört ebenso zum Leben wie pausieren. Es ist nicht möglich, diesen Weg schnell zu gehen, deshalb werden Sie nur Fortschritte machen, wenn Sie sich an Beharrlichkeit gewöhnen. Beharrlich zu sein bedeutet, zu beobachten und sich immer wieder mit Ihrem Wunsch nach persönlichem Wachstum zu konfrontieren. Es bedeutet nicht, immer nur auf das Ziel zu sehen oder zu intensiv auf das gewünschte Ergebnis zu schauen, sondern die eigenen Fragen und Aufgaben genau zu kennen.
 
Weil die Veränderungsprozesse in Ihrem Leben simultan ablaufen, ist am Anfang die Umstellung Ihrer Gewohnheiten vielleicht sehr vielfältig und es besteht die Gefahr, dass Sie sich in einem Gestrüpp von Regeln verirren. Ein paar Regeln sind im Lernprozess aber unabdingbar, erst wenn Sie sich selbst besser begriffen haben, ist es nötig diese Regeln hinter sich zu lassen, sie nicht mehr zu bedenken, sondern präsent, spontan und intuitiv zu sein und zu handeln. Wenn wir zum Verständnis noch mal das weiter oben angeführte Bild des Lebenstheaters bemühen, würde das bedeuten, dass Sie mit Regisseur und Souffleuse probend Ihre Rolle lernen, um Sie dann ohne Hilfe und ohne darüber nachzudenken, dass Sie je geprobt haben, aufführen. Dieses Bild hinkt nun aber darin, dass eine Aufführung wieder nur ein Abbild der Realität ist, nicht das Leben selbst und ganz am Rande sei bemerkt, dass jedes Bild und jede Beschreibung von Leben, wie auch dieses Buch nie einen vollständigen Eindruck vermittelt und das worauf es ankommt, die Vibration (wieder nur ein Wort), nicht zu fassen vermag. Unser letztes Bild vermittelt aber, dass Sie alle Hilfen und Stützen eines Tages wegwerfen und frei leben können.
 
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5.12.06 10:25, kommentieren

Unbeschwertheit

Also versteifen Sie sich nicht, sondern bleiben Sie gelockert und versuchen Sie zu beobachten, experimentieren Sie und assimilieren Sie Ihre neuen Einsichten langsam. Unbeschwertheit ist diesem Weg sehr förderlich, denn wir wollen Sie zu Leichtigkeit im Handeln und einem lebendigen, begeisterten Dasein führen. Wenn es also einmal nicht so voran geht wie erwartet, nehmen Sie es hin, machen Sie nötigenfalls eine Pause, aber am besten unbeeindruckt vom Stocken mit Ihren Übungen einfach weiter, ohne sich dabei zu sehr um Ihr Ziel zu kümmern. An der Tatsache, dass der menschliche Lebensweg von Schwierigkeiten und Zweifeln gesäumt ist, lässt sich nichts ändern. Wenn Sie die schwierigen Lebensumstände aber zum Lebensinhalt erheben, werden Sie keinesfalls zufriedener.
 
Sobald Sie nach der beschriebenen Methode verfahren, erwecken Sie ihre Person zu neuer Lebendigkeit, Sie erzeugen einen Energiezustand, den Sie aus den besten Tagen Ihrer Jugend kennen. Der Unterschied dürfte allerdings darin bestehen, dass Sie sich heute in einem Umfeld viel stärker ausgeprägter Rituale befinden (auch unerwünschter). Die Gefahr ist, dass die erweckte Energie in die falschen Angelegenheiten fließt, was zum Beispiel bedeuten könnte, dass Sie, anstatt sich der Prosperität Ihrer Reinheit in Gedanken und Handlungen zu widmen, mit doppelter Kraft an den problematischen Teilen Ihrer Person kleben wie z.B. dem Rauchen, der sexuellen Gier oder dem Alkoholkonsum.
 

Seien Sie langsam und beharrlich, nehmen Sie sich eins nach dem anderen vor und verankern Sie es als neue Verhaltensweise lieber endgültig in Ihrem Leben als immer aufs Neue kraftvoll anzufangen, um Ihre Vorsätze nach ein paar Tagen oder Wochen wieder zu vergessen und dann in die alten Verhaltensweisen zurückzufallen. Durch Ihre körperliche Disziplin werden Sie vielleicht überzählige Pfunde los und durch die Übungen zur Gedankenklärung erlernen Sie minimal eine bessere Konzentration. In diesem Abschnitt nun wollen wir die gleichen Prinzipien der Beobachtung, der Übung und der Wahlfreiheit für die Einstellung Ihres Verhaltens anwenden.


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6.12.06 10:29, kommentieren

Gute Gewohnheiten

Überprüfung unserer Gewohnheiten

 
Die Konditionierungen und Imperative unserer Erzieher in Elternhaus und Ausbildung sowie unsere Erfahrungen und unsere Angewohnheiten haben zu den Überzeugungen geführt, die unser Handeln bestimmen. Da unser Leben mehr oder minder zu Unkonzentriertheit tendiert und wir dadurch häufig nicht in Fühlung zu unseren wirklichen Überzeugungen sind, lassen wir uns vom vielfältigen Angebot unserer Tage beeinflussen und verlocken. Wir erliegen zu häufig in oberflächlichen Konsumritualen, die wir im nachhinein bereuen oder verharren in Verhaltensweisen, die wir, trotzdem wir sie als nicht gewünscht erkennen, doch nicht verändern. Sei es die Tüte Chips, sei es ein gewalttätiger oder romantischer Spielfilm oder der Neid auf das Wissen, den Wagen oder das neue Kleid einer Kollegin.
 
Wenn wir unseren Sehnsüchten und unserer Kleinlichkeit häufig genug erlagen, entstehen Reaktionsmuster und Rituale als die Kombination und Abfolge mehrerer Verhaltensweisen, an die wir uns über Jahre gewöhnt haben. Die große Herausforderung der Transformation liegt in der Überprüfung der Gewohnheiten, denn durch die vielfache Wiederholung ist uns auch unser Fehlverhalten ans Herz gewachsen. Wir haben teilweise nicht mal mehr ein Gefühl von Zweifel oder gar Reue in unseren degenerierten Verhaltensweisen und so wird sogar der eigene Ruf nach Befreiung aus dem Gefängnis dieser Begrenzungen vom Lärm der falschen Rituale übertönt. Vielleicht taucht noch ab und zu eine tieferliegende Melancholie auf, deren Ursache wir aber im Moment ihres Auftretens nicht erklären können, und mit einer weiteren Betäubungsspritze Konsum ruhig stellen.
 
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1 Kommentar 8.12.06 10:29, kommentieren

Persönliche Kreativität

Wir haben bereits begonnen zu erlernen, unsere Seinsweisen zu beobachten, zu steuern und für Körper und Geist eine Wahl zu treffen. In diesem Abschnitt über die Verhaltensweise wollen wir den dritten Schritt der Erzeugung des erwünschten Lebenszustandes unter die Lupe nehmen, unsere Verhaltensweise. Ihr Leben ist eine Kette von Ritualen: gewollten, unterbewussten und mitunter zwanghaften. Ein neuralgischer Punkt Ihrer persönlichen Entwicklung besteht darin, diese Rituale zu betrachten, sie in ihren Zusammenhängen zu erkennen, um sie schließlich verändern oder beenden zu können. Sie werden als Kettenraucher aber nicht von einem Tag auf den anderen völlig aufhören können, oder nur, wenn Sie sich des Grenzerlebnisses dieser Gewohnheit völlig bewusst sind. Sie kommen in Ihrem Lebensablauf immer wieder an Punkte, an denen ein bestimmtes Verhaltensmuster einsetzt. Sie essen Schokolade aus Langeweile, Sie rauchen wegen Stress, Sie hören laute Musik, weil Sie die Stille traurig macht oder Sie haben Sex, weil Sie sich aufgedreht fühlen. In all diesen Fällen ist eine Empfindung mit einem zweifelhaften Ritual verknüpft. Um Neues zu erfahren, muss die Grenze, also der Übergang von der Empfindung zum Ritual neu erfahren werden, Sie müssen ein neues Grenzerlebnis schaffen.
 
Das fordert zunächst Kreativität, denn Sie sind an Ihre Handlungen gewöhnt und neue Ideen fallen zwar vom Himmel, nützen Ihnen aber nur, wenn sie von Ihnen ergriffen werden. Es erfordert auch Konzentration, denn Sie müssen sich spüren, wenn Sie etwas ändern wollen. Und schließlich erfordert auch Durchhaltevermögen, denn Sie müssen das Ritual, das Sie über Jahre gelernt haben, neu erleben und sich allmählich daran gewöhnen. Statt z.B. Süßes zu essen, beantworten Sie Ihre Lust auf eine Schokolade mit dem Zerkauen einer Möhre in hundert Bissen. Eine hilfreiche Faustregel lautet: an zwei aufeinander-folgenden Tagen nicht die gleiche unerwünschte Verhaltensweise zu tun. Mit dem Befolgen dieser simplen Regel treten Sie den ersten Schritt von Ihrem unerwünschten Ritual weg. Sie stehen stets vor drei Handlungsalternativen: erstens, das unerwünschte Verhalten zu wiederholen, zweitens still zu halten oder drittens den Auslösereiz, Ihren Impuls, mit einer neuen Verhaltenweise zu verbinden. Wenn Sie das unerwünschte Verhalten mit tausendfacher Wiederholung in sich eingeprägt haben, wird es einiger Wiederholungen der neuen Erfahrung benötigen, um das alte Ritual verblassen zu sehen. Geschenkt bekommen Sie das nicht, aber Sie werden es schaffen, wenn Sie sich völlig darüber im klaren sind, wie sehr die Wiederholung Ihrer alten Gewohn-heit Sie im Grunde genommen langweilt. Die philosophische Wendung „der Mensch kann zwar tun was er will, aber er kann nicht wollen was er will“ hat seine Berechtigung, wenn wir einen bestimmten Zeitpunkt betrachten, in dem wir die Gefangenen unserer geliebten Gewohnheiten sind. Der Gedanke führt jedoch in die Irre, wenn wir uns einen längeren Zeitraum betrachten und die Perspektive einnehmen, dass das, was wir wollen nur dadurch entsteht, dass wir es oft genug wiederholt haben. Wir können wollen, was wir wollen, wenn wir genügend Geduld aufbringen.
 
 
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11.12.06 10:07, kommentieren

Gute Gewohnheiten

 
Glücklicherweise führt also auch die Wiederholung des Förderlichen in Ihrem Leben zur Gewohnheit, und schon nach ein paar Monaten wachsen Ihnen die guten Verhaltensweisen ebenso ans Herz wie ehemals die schlechten. Auch das Gefühl, dass einem die falschen Handlungen leichter fallen und man paradoxer Weise irgendwie an Ihnen hängt, lässt mit der neuen Verhaltensweise nach. Lassen Sie sich also nicht zu sehr davon beeindrucken, wenn auch nach Monaten oder sogar Jahren, der Anstoß einer schlechten alten Gewohnheit in Ihnen nochmals aufkeimt. Sie werden bald ein so guter Beobachter sein, dass Sie das Auftauchen nicht mehr überrascht, sondern es vielmehr erwarten und Sie werden durch die Einübung Ihrer Konzentration immer mehr die Fähigkeit erwerben, einen entstandenen Impuls zu betrachten und ihn gelassen verklingen zu sehen.
 
Natürlich ist diese Bedingtheit kein sehr anziehendes Bild und es mag in seiner Pauschalität auf Ihre Person nur teilweise zutreffen, aber es ist wichtig, dass Sie darüber nachdenken, in welchen eigenen Verhaltensritualen und Bindungen Sie leben und mit welchen Haltungen Sie die Gesellschaft umgibt.
 
 
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12.12.06 10:18, kommentieren