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Neue Rituale

 



Beziehen wir den Standpunkt der Betrachtung des Lebensweges als Entwicklung und betrachten den Menschen als die Summe seiner Wiederholungen in Gewohnheiten und Pflichten, erkennen wir seine Unfreiheit darin. Die Freiheit des Menschen ist der Zustand nach dem Durchschreiten seiner Bindungen. Die erste Schwierigkeit besteht wie beschrieben darin, die Bindungen durch Beobachtung überhaupt zu erkennen. Nur wenn wir sie erkannt haben, können wir mit Ihnen umgehen. Das Ablegen von Bindungen wird das Lebenssystem reduzieren, das ist die Transformation. Man schwankt in seiner Wahl und Einsicht zunächst zwischen den alten Ritualen und den neuen. Auch die neuen Rituale wird man unter Umständen nach einer Zeit wieder als Bindung sehen und auch sie ablegen wollen. Unter Umständen weicht man so im Ablauf seines Lebensweges noch das eine oder andere Mal von einem unerwünschten Ritual auf ein anderes aus, indem man den entstandenen Raum der abgelegten Bindungen mit anderen Inhalten anfüllt, bevor man begreift und lernt, den Raum einfach leer und offen zu lassen. Am Ende eines Lebens wird von dem, was einstmals als das eigene Leben gesehen wurde idealerweise nichts übrigbleiben, weil alle Gestaltungen durchlaufen wurden und abgelegt sind. Das einzig Verbleibende ist reines Gewahrsein. Auf diese Weise ist das Leben willentlich beendet, weil es bewusst durchschritten wurde. So wird ein Mensch am Lebensende zufrieden sein und glücklich sterben.


In der Abfolge dieser wenigen Sätze, in dieser einen Minute des Lesens, scheint diese Tatsache vielleicht unerträglich. Und tatsächlich wäre das Leben in solch einem Fatalismus schwer durchführbar, auch wenn die Beschreibung vielleicht die nackte Wahrheit ist. Glücklicherweise ziehen sich Lebensabfolge und Erkenntnis über viele Jahre und Jahrzehnte. Und so ändert sich alles nur allmählich und mit der natürlichen Einsicht zur Reduktion des Lebens, den die Natur durch das Altern vorgibt, wird der Prozess der Einsicht und Entwicklung unterstützt und für den Menschen annehmbar. Wenn wir es aber vermeiden, den Weg zu sehen und bewusst zu beschreiten, werden wir mit zunehmendem Alter immer mehr die Verluste und Versäumnisse fokussieren und sehr unzufrieden sein.

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Dort gibt es auch weitere Lesetipps, die ich für sehr empfehlenswert im Hinblick auf die persönliche Entwicklung halte.

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13.4.07 11:55, kommentieren